Zu Anfangs wird sich die LauRAG auf kontaminierte große Liegenschaften konzentrieren, die über Jahrzehnte hinweg ausschließlich zum Zweck militärischer Ausbildung und von militärischen Übungen genutzt und im Anschluss dazu bis heute nicht dekontaminiert worden sind.

Überwiegend sind diese ehemaligen militärischen Liegenschaften erheblich mit Munitionsresten und Blindgängern kontaminiert, was für sich genommen schon ein tatsächlich kaum zu kalkulierendes Risiko für Mensch, Natur und Umwelt bedeutet. Durch den Jahrzehnte langen Verrottungs- und Zersetzungsprozess ist z. T. auch die Grundwasserqualität betroffen. Überdies wirken sich auch die Hinterlassenschaften z. B. der auf diesen Flächen befindlichen ehemaligen Treibstofflager sowie Reparatur- und Servicestützpunkte nachteilig auf Mensch, Natur und Umwelt aus.

Der Handlungsbedarf im Bereich ehemalig militärisch genutzter Flächen zum dauerhaften und nachhaltig angelegten Schutz für die Menschen, zur Widerherstellung einer intakten und gesunden Natur und Umwelt ist erkennbar groß und herausfordernd. Deshalb steht die Dekontamination und Rekultivierung solcher Flächen unmittelbar im Fokus der LauRAG.

Art. 20a GG (Grundgesetz) besagt, dass der Staat auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere schützt. Diesem verfassungsrechtlichen Grundsatz sieht sich die LauRAG verpflichtet.

Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen, um für die Zukunft, für unsere Kinder und die kommenden Generationen eine lebenswerte wie gesunde und intakte Umwelt zu schaffen, auch wenn dies voraussetzt zu Anfangs neue oder gar widrige Wege zu beschreiten.